6. F(r)eierabend

Begeistertes Publikum beim 6. F(r)eierabend in der Niedergailbacher Gemeinschaftshalle

„Das Beste vom Besten“, unter diesem Slogan lud der Niedergailbacher Kameramann Wolfgang Freier am vergangenen Samstag zur sechsten Auflage seines F(r)eierabends in die Niedergailbacher Gemeinschaftshalle ein und keineswegs hatte er damit übertrieben.


  


 


Über rund drei Stunden wurde den knapp 200 Besuchern wieder einmal eine gelungene Abwechslung zum gewohnten Fernsehabend auf dem heimischen Sofa geboten. Sichtlich erfreut über die vollbesetzte Gemeinschaftshalle konnte Wolfgang Freier unter den Besuchern auch den Gersheimer Beigeordneten Bernhard Wanner, die Ortsvorsteherin Imelda Frenzel aus Medelsheim, die Ortsvorsteher Jürgen Wack aus Reinheim und Martin Vogelgesang aus Niedergailbach sowie den Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion Peter Nagel herzlich begrüßen. Die Blieskasteler Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, die in der Vergangenheit zu den Stammgästen zählte, ließ sich in diesem Jahr durch ihren Gatten Dirk „vertreten“. Gersheims Bürgermeister Alexander Rubeck, der wegen anderer Verpflichtungen erst dem zweiten Teil der Veranstaltung beiwohnen konnte, dankte Wolfgang Freier für die Ausrichtung des Filmabends aber auch für seine wertvolle filmerische Tätigkeit während des Jahres im gesamten Gemeindebereich. Zu den Ehrengästen zählten an diesem Abend auch die Reinheimer Weinkönigin Anna Huppert mit den Prinzessinnen Annalena Ruth und Jenny Schmitz.

Das musikalische Entrée übernahm die 14-jährige Elena Oberinger aus Blieskastel an ihrer Harfe. Der Vorsitzende des BDFA-Saarland, Jürgen Baquet aus Niederwürzbach, der wieder die Moderation übernommen hatte, stellte im ersten Teil vier saarländische Filmautoren mit ihren Filmen vor. Der Senior des „Saarfilms“ Norbert Lohmann aus Saarbrücken eröffnet mit „Die Figarobande“ das Filmprogramm. Dabei handelte es sich keineswegs um einen „Krimi“ sondern um den Report über eine verschworene Gemeinschaft aus dem Tanzsport. Der jüngste Autor des Abends , Nicola Bläs aus Überherrn zeigte den mit dem Saarländischen Jugendfilmpreis 2018 ausgezeichneten Film „Stand your ground“. Bei diesem 5-Minutenfilm - mit großer Aussagekraft – wird der „Leidensweg“ einer Balletttänzerin aufgezeigt, um letztendlich zum Erfolg zu kommen.

Sehr beeindruckend das Werk der jungen Saarbrückerin Nora Mazurek „Sommer im Garten“. Bei diesem „Film des Jahres 2018 im Saarland“, der auch als „Bester Film“ beim Bundesfestival „Junger Film“ prämiert worden war, beobachtet die Autorin ihren Opa bei der Bestellung seines Gartens während des Sommers. Den Film wird die junge Saarbrücker Filmemacherin - auf Einladung des BDFA-Präsidenten Marcus Siebler – bei den 77. Deutschen Filmfestspielen, die vom 20. bis 23. Juni 2019 in Wiesbaden stattfinden, präsentieren. Mit „Sankt Luis“ , dem „Besten Film“ beim Landesfilmfestival 2018, stellte Hartmut Krell aus Ottweiler das heutige Leben in der senegalesischen Hafenstadt vor. Von deren alter Pracht aus der französischen Kolonialzeit ist leider nichts mehr zu sehen.

Der zweite Teil des Abends galt den Ehrengästen aus Luxemburg Guido Haesen mit seiner Lebenspartnerin Suzy Sommer. Mit ihren sechs Kurzfilmen über insgesamt 60 Minuten, die mehrfach auf internationalen Festivals ausgezeichneten wurden, unternahmen die Autoren mit den begeisterten Besuchern eine kleine Weltreise. Vom Kuba mit seiner Hauptstadt Havanna (Gefangene der Vergangenheit) führte die Reise in die Wüste Boliviens (Zorro). Mit dem Werk „Regenbogengesellschaft“ ging die Reise nach Mittelamerika weiter. Dabei verdeutlichten die Autoren zunächst die wirtschaftliche Bedeutung des 1914 fertiggestellten Panamakanals, bevor sie auf die menschliche Vielfalt von Panama Stadt mit ihren großen Herausforderungen eingehen. Mit „Leises Erwachen am Heiligen See“ wurde die Reise nach Sibirien zum Baikalsee fortgesetzt. Vom fast unendlich erscheinenden eisigen Winter, über das Erwachen der Natur im nur zwei Monate dauernden Frühjahr bis zum Leben während der Sommermonate gehen die Aufnahmen dieses Films. Aus dem kalten Sibirien führte die Reise wieder nach Südamerika in die Atacama-Wüste. Wie abwechslungsreich die „Atacama“ , die trockenste Wüste der Welt, ist, wurde den Besuchern mit dem Film „Am frühen Morgen“ gezeigt. Inmitten der „Mondlandschaft“ gibt es Salzseen mit Flamingos, Oasen und heiße Quellen zum Baden. Und im letzten Beitrag wiesen die beiden Luxemburger Autoren mit dem Film „Eine verschwindende Wildnis“ auf die Probleme hin, die der Klimawandel für die arktischen Regionen - vor allem für die Eisbären - mit sich bringt.

 

Auch in diesem Jahr gilt „unserem Kameramann Wolfgang Freier“ ein herzliches Dankeschön für den unterhaltsamen, wie auch abwechslungsreichen und interessanten Abend. Mit Sicherheit dürfen sich die Besucher auf den siebten F(r)eierabend im kommenden Frühjahr freuen, bei dem sie wieder über den berühmten roten Teppich die Gemeinschaftshalle betreten können und mit einem Glas Crémant von dem Gastgeber, Wolfgang Freier, begrüßt werden.

Otmar Gros

 
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