Starke Stimmen und starke Lieder
Norbert Oberringer dirigierte den Männerchor des Sängerkreises Blies bei dessen Konzert in der Herbitzheimer Pfarrkirche St. Barbara. Viele geistliche, aber auch einige weltliche Stücke hatte der Männerchor des Sängerkreises Blies bei seinem Kirchenkonzert im Repertoire.

„Die Welt ist voller Lieder“, so lautete das Motto des Konzertes, zu dem der Männerchor im Sängerkreis Blies am vergangenen Sonntag in die Herbitzheimer Pfarrkirche St. Barbara eingeladen hatte. Etliche Freunde des Chorgesangs hatten den Weg in das Gotteshaus gefunden, um die Sänger, die aus dem Bliestal und den Städten Homburg und Saarbrücken stammen, zu hören. Vierstimmiger a-capella-Gesang gehört mittlerweile nicht mehr zum Alltag in ländlichen Regionen.

Schon zu Beginn sorgten die Männer mit ihrem Auftritt für erhöhte Aufmerksamkeit: Sie schritten singend durch den Mittelgang nach vorne, positionierten sich am Altar und vollendeten dort unter der Leitung von Norbert Oberringer das „Dona nobis pacem“. Dabei handelt es sich um einen dreistimmigen Kanon, dessen Komponist nicht bekannt ist.

Als ruhig und gediegen konnte man Franz Schuberts „Im Abendrot“ bezeichnen, was alleine wegen der Uhrzeit und des sonnigen Wetters an diesem Tag seine Berechtigung fand. Nicht nur mit dem „Sanctus“ von Friedrich Silcher zollte man seinen geistlichen Tribut an das Gotteshaus, in dem man zu Gast sein durfte.

Das war auch beim „Vater unser“, einem Werk von Gotthilf Fischer, nicht anders und reihte sich bei „Herr, unser Gott“ (Josef Ignaz Schnabel) und dem „Vater unser“ von Hanne Haller sowie „Herr, deine Güte reicht soweit“ (Eduard August Grell) positiv ein. Das Glaubensbekenntnis in gesungener Variante hatte seine eigene Wirkung. „Das Morgenrot“ (Dr. K. Hofmann) ist eigentlich ein Gedicht. Gesungen ist es ein Lied, welches einen Klassiker für die Stimmen eines Männerchors darstellt. Schöne, tiefe Stimmen, die irgendwie an den altbekannten Titel „La Montanara“ erinnerten, konnten die Gesangsfans bei „Arcobaleno“ hören.

Bei einem Konzert in einer Kirche kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man um den Klassiker von Dietrich Bonhöffer nicht herum kommt. So war es auch am Sonntag in Herbitzheim. „Von guten Mächten“ erzielte, wie auch zu erwarten war, einen besonders langen Applaus. „The Rose“ von Amanda Mc Brown ist ein mehr als populärer Titel. Man kennt ihn und er wird gerne bei Chorkonzerten gesungen. Dieses Werk von Männern zu hören, ist eine Besonderheit. Dabei entfaltet das Stück eine völlig andere Wirkung.

Der Männerchor des Sängerkreises Blies schaffte es, durch seine andere Interpretation, dem Titel neues Leben einzuhauchen. So hatte er eine gute Grundlage für den Titel, der dem Konzert seinen Namen gab. „Die Welt ist voller Lieder“ von Henry Purcell traf in Herbitzheim auf seine Fans. Auch auf „Schäfers Sonntagslied“ (Ludwig Uhland) und die Motette von Matthias Claudius traf dies zu.

FOTO: Jörg Martin

 
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